Allopathie

… altgriechisch állos, »anders« - »anders beschaffen, verschieden« sowie páthos »Leiden oder Krankheit«. Es war ursprünglich eine Bezeichnung von Samuel Hahnemann, dem Begründer der Homöopathie! In seinem 1816 erschienenen zweiten Band der »Reinen Arzneimittellehre«, fand der Begriff erstmalig im Vorwort seinen Platz. Hahnemann benutzte diese Bezeichnung, für bestimmte nicht homöopathische Behandlungsmethoden. Das Wort Allopathie wird im Allgemeinen für eine Art der Medizin verwendet, die nach wissenschaftlichen und labortechnischen evidenzbasierten Grundsätzen gelehrt und angewendet wird. Hier versucht der Praktiker die Symptomatik einer Krankheit zu behandeln. Im Verständnis Hahnemanns und der Homöopathie, war Krankheit ein viel komplexeres Geschehen. Er verstand damals nicht, dass Ärzte versuchten Krankheiten bei ihren Patienten zu behandeln, allein aufgrund ihrer Symptomatik, die sie zeitweise beschwichtigend (palliativ), zum kurzfristigen Verschwinden brachten.

Ein Beispiel: Menschen die unter Schlafstörungen leiden werden durch Opiate für eine Weile in einen schläfrigen Zustand versetzt. Dieses symptomatische Vorgehen einer derartigen Therapie schwächt aber auch auf Dauer die Lebenskraft des Menschen. Durch diesen konzeptlosen Umgang mit oft mehreren vermischten chemisch-synthetischen Substanzen, man nennt diese Herangehensweise auch kausale Therapie, beobachten wir heute die immer häufiger vorkommenden »Arznei-Krankheiten«. Sie treten zur ursprünglichen Krankheit des so behandelten Patienten hinzu und verkomplizieren zusätzlich und unnötig seine gesamte Verfassung.

Hahnemann hat mit seiner Lehre im Wesentlichen dazu beigetragen, dass in der Medizin wieder ein ganzheitliches Verständnis für einen erkrankten Menschen wahrgenommen wird. Die Homöopathie orientiert sich am Gesamtzustand des Patienten sie behandelt den Menschen nicht seine Krankheit und die auftretenden Symptome.

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