Selbstheilungskraft

Jedes Geschöpf besitzt Selbstheilungskräfte auch Tiere und Pflanzen. Die gesamte Flora und Fauna unseres Planeten profitiert von dieser Lebenskraft, die von der Chinesischen Medizin - als Chi bezeichnet wird. Alles was wächst und sich weiterentwickelt, besitzt auf eine besondere Art und Weise »Bewusst-Sein« und verfügt daher über Selbstheilungskräfte.
Wenn ich „von der Kraft des Inneren Heilers spreche“, denken viele an Esoterik oder Magie. Doch diese innere Selbstheilungskraft hat nichts mit Zauberei zu tun. Wir können annehmen, seitdem es Leben und Wachstum auf diesem Planeten gibt existiert sie. 
Biodynamik
Selbstheilung ist ein biodynamisches Prinzip! Mit jedem Atemzug und jeder Bewegung, selbst im Schlaf, ist unser Körper damit beschäftigt, alle in ihm ablaufenden Prozesse in einem vitalen Gleichgewicht zu halten. Blut strömt durch unsere Gefäße, Nerven leiten Impulse weiter, Hormone regulieren, Zellen sterben und werden neu gebildet. Unser Immunsystem befindet sich im ständigen Anpassungsmodus - der Geist und unser Organismus stehen niemals still! Nichts geht ohne die Selbstheilungskraft unseres Körpers, der unsere Wunden verschließt und heilen lässt, Erreger erkennt, sie verarbeitet und Knochen wieder zusammenwachsen lässt.
Denken wir an eine Wunde, die sich von alleine schließt. Hier können wir die klassische Form der Selbstheilung beobachten. Je nach Verletzung sollte die Behandlungsweise natürlich immer ebtsprechend medizinisch angepasst werden. Es kann passieren das unter gewissen Umständen eine solche Wundheilung, unnötiges Pflaster- , Salben oder Verbandsmaterial, die Wundheilung verzögert. Auf der anderen Seite können Behinderungen bei der Wundheilung entstehen wenn zum Beispiel eindringende Keime oder persönlicher Stress das Immunsystem in seiner Funktion einschränkt. 
Flora + Fauna brauchen keine wissenschaftliche Erklärung
Dem „modernen“ Menschen sind diese natürlichen Lebensgrundlagen zwischen fixierten Verhaltensmustern, dem Alltagsstress und erstarrten Kontrollmaßnahmen, wie der entfremdenden Apparate- und Labormedizin, nicht mehr bewusst. Den meisten Menschen ist der Kontakt zu ihrer inneren Natur verlorengegangen. Den alten Medizin Kulturen Chinas, Indiens und unseren Urväter der griechischen Antike, waren diese natürlichen Phänomene der Eigenregulation und Selbstheilung allgegenwärtig.
Selbstheilung ist eine Urkraft, es ist die Fähigkeit unseres Körpers, leichte Verletzungen und Krankheitszustände zu bewältigen und wieder gesund zu werden. Daran ist nichts esoterisch. Selbstheilung ist für unseren Organismus eine Alltäglichkeit. Wie gut diese funktioniert, hängt nicht zuletzt von uns selbst ab. 
Den Selbstheilungskräften bedingungslos vertrauen?
Ja, würde ich spontan sagen - aber kennen wir uns selbst so genau? Das hängt meist von verschiedenen Faktoren ab. „Ich lerne seit gut 32 Jahren Medizin, rund um Leib und Seele und stehe regelmäßig im Austausch mit den unterschiedlichsten medizinischen Praktikern und im intensiven Kontakt mit meinen Klienten und Patienten. „Ich gebe immer Acht, bei mir zu allererst – und bei jedem meiner Patienten - was berichten  mir ihre/seine Selbstheilungskräfte?!
Wie stark steht der Mensch unter dem Stress von Fremdein-wirkungen, innerhalb seiner Familie, in der Partnerschaft, in seinem Beruf, wie stabil ist seine Persönlichkeit, wie wirken sich ihr Empfinden, seine Wahrnehmung auf die Umwelt und auf ihn selbst aus etc.. Es ist immer wieder unverwechselbar und von Mensch zu Mensch individuell und verschieden, wie stark sich ein und dieselbe Erkrankung entwickelt und wie sich während einer Behand-lungszeit, Genesung und Heilung gestalten lassen. siehe Beispiel Fallbeschreibungen Phosphor.
Medizin Industrie
Seit gut 3 Jahrzehnten beobachte ich, was mit einem Patienten geschieht, der während einer Erkrankung, über einen längeren Zeitraum, in der Obhut verschiedener Mediziner steht?! Unterschiedliche Diagnosen, verschiedene Meinungen und entgegengesetzte Aussagen prallen zusätzlich auf den ohnehin geschwächten Menschen ein? Dazu kommt ein Überangebot verschiedenartigster chemisch-synthetischer Medikamente, fragwürdige medizinische Dienste der Labor- und elektronischen Gerätemedizin.
Unter diesen Umständen hat der Organismus sicherlich keine Zeit mehr Selbst zu Heilen!? Viele derartige behandelte Krankenfälle steuern auf Unheilbarkeit zu, landen letztendlich auf dem OP-Tisch und am Ende an der Nierendialyse. Das alles erscheint seltsam obwohl sich die verschiedenen Medizinschulen darin einig sind und die Selbstheilung letztlich als eine Hilfe zur Genesung und Heilung bestätigen.
Entschleunigung
Die Auseinandersetzung mit einem Menschen und seiner Erkrankung - und hier sind in erster Linie die schweren Pathologien zu nennen - erfordert Zeit und eine Umsicht mit Blick auf alle seine Lebensbereiche. Der Naturheilkundige Praktiker schaut auf den „Inneren Arzt“ oder „Heiler“ seiner Patienten, was hindert und was fördert. Jeder gute Mediziner sollte sich einen ganzheitlichen Blick auf die Lebensumstände seiner Patienten ermöglichen, sie unterstützen und ermutigen und sie nicht mit Medikamenten vergiften. Das gilt unabhängig vom Schweregrad einer Erkrankung?
Der Faktor Selbstheilung ist in jedem Krankheitsfall wichtig – ob es sich nun um einen grippalen Infekt handelt oder darum, den Genesungsprozess nach einer schweren Krebsoperation zu unterstützen. Emotionale Zuversicht und regelmäßige körperliche Aktivität um das körpereigene Abwehrsystem und die Selbst-heilungskräfte zu stärken sind unverzichtbar. Vor allem, wenn eine akute Erkrankung wie ein Herzinfarkt aus einem Gesunden mit einem Schlag einen Schwerkranken macht, vermag das Leben zu retten.
Selbstheilungskraft
Die Bedeutung des »inneren Heilers«
Wie man hier deutlich erkennen kann, wird kein Mediziner exakt sagen können wie sich ein Heilprozess entwickelt und was genau zu tun ist, auch nicht für den Patienten. Im Großen und Ganzen, hängt dies oft von 3 Faktoren ab:
Jeder Arzt oder Heilpraktiker der mit dem ganzheitlichen Ansatz arbeitet, ist sich der engen Beziehung zwischen Leib und Seele bewusst und berücksichtigt insbesondere, auf welche Weise bei seinem Patienten, soziale, emotionale und mentale Faktoren Einfluss auf seine Gesundheit nehmen.
Der umsichtige Praktiker stellt daher den Patienten mit dessen Ressourcen in den Mittelpunk. Um den inneren Heiler zu wecken, ist es wichtig das Vertrauen in ihn zu stärken. Über die Arbeit mit dem Bewusstsein, lassen sich körperliche Reaktionen beeinflussen. Es gilt, bei dem Betroffenen die Zuversicht und Überzeugung zu wecken, dass er selbst viel Gutes, quasi Alles nötige für seine Gesundheit bewirken kann. Es ist sehr wichtig dem Patienten Mut und Vertrauen zu vermitteln, denn das leitet den eigentlichen Selbstheilungsprozess ein.
Erst wenn wir uns ein gutes Stück selbst erkennen und uns mit dieser Einzigartigkeit annehmend wahrnehmen, kann eine tiefe Heilung stattfinden. Man hat festgestellt das mehr als 80 Prozent der Besserung einer Krankheit im Bereich der Selbstheilung liegen, den Rest leisten die therapiebasierten Behandlungsmaßnahmen vom Arzt oder Heilpraktiker. In jedem von uns schlummert dieses interaktive Selbstheilungspotential, wir sollten es uneingeschränkt aktivieren.
Anwendungen
Bewegung belebt, stärkt und kann unseren Körper gleichzeitig entspannen. In unserem Gehirn arbeitet ein Neuronales System, das wie ein Belohnungssystem funktioniert. Die ausgeschütteten Hormone werden von unserem Gehirn als Informationen an das Hormonsystem in unserem Körper, weitergeleitet und können so eine Art Erholung bewirken. Auf einfache aber sehr effektive Art und Weise aktivieren wir so unsere innere Körper-Apotheke. Hierdurch können Angst und Stress reduziert, der Blutdruck gesenkt und Entzündungsprozesse gebremst werden.
Mit einfachen sehr simplen Maßnahmen kann ein erkrankter Mensch durch nur leichte Bewegung enorm viel für sich selbst tun. Keiner muss abhängig von der Medizin sein. In meiner langjährigen Praxiserfahrung gehe ich von einer Handvoll Begebenheiten aus mit denen sich die Selbstheilungskräfte aktivieren und stärken lassen.
  • Neben ausreichend Bewegung sind dies
  • eine gesunde Ernährung mit achtsamen Genuss 
  • Aufmerksamkeit mit selbstgesteuerten stressreduziertem Verhalten
  • regelmäßige Entspannung in selbstgewählter angenehmer Atmosphäre
  •  bewusste Wachsamkeit für sich selbst im Umgang mit anderen  Menschen
Kreativität und Sinnhaftigkeit
Menschen, die in ihrem Leben Freude empfinden, kreativ arbeiten und in ihrem Dasein und Handeln einen tieferen Sinn erkennen, bleiben meist von schweren chronischen Erkrankungen verschont. Die meisten Menschen sind sich nicht bewusst, wie stark ihr Denken und Fühlen in ihr Leben eingreift und ihre Beziehungen und Lebenschancen beeinträchtigen können.
Aus Erfahrung mit zahlreichen Menschen, die an physischen aber auch an emotional-psychischen Erkrankungen leiden, habe ich mit Hilfe verschiedener Therapeuten, Behandlungsmethoden erar-beitet, die viele überraschte und ermutigt hat. Um eine Erkrankung zu verstehen bedarf es einer ganzheitlichen Kommunikation zwischen Arzt und Patient. Ziel einer erfolgreichen Behandlung oder Therapie ist es, dass Sinnhafte im Patienten zu entdecken.
In jedem von uns stecken besondere emotional-mentale und auch spirituelle Anteile verborgen, die ans Licht und ins Bewusstsein geführt werden wollen. Ein sinnerfülltes Leben zu führen ist die Beste Prävention gegen chronische Krankheiten, es kann Beschwerden und Leid lindern.
Wir werden so alt wie uns das Leben als sinnvoll erscheint.
Kraft des Denken und Fühlens
Jeder kann Selbstheilungskräfte aktivieren und so seinen Genesungs- und Heilungsprozess selbstständig unterstützen. Aufrichtige Gedanken und Gefühle können dabei helfen, Gefühllosigkeit und Strenge dagegen, können krank machen. Permanenter Ärger und Streit, unaufgelöste emotionale Konflikte unausgesprochene Ressentiments oder allgemeine Sorgen und Probleme können über einen längeren Zeitraum Schädigungen im gesamten  Körper auslösen.
Unverarbeitete Gedanken und Emotionen machen auf Dauer krank, das wurde Neurophysiologisch nachgewiesen. Die meisten Erkrankungen kuriert unser Körper selbst - aus eigener Kraft. Gedanken und Gefühle können dabei auf unseren Organismus wie heilsame Arzneien wirken. Wie seelische Aspekte eine Krankheit beeinflussen können und wie ein späterer Gesunddungprozess, sich zu einem ganzheitlichen Heilungsprozess, entwickeln kann,werden wir uns auf diesen Seiten noch etwas genauer anschauen.
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Quellen:
Willibald Gawlik: Die homöopathische Anamnese (Hippokrates Verlag Stuttgart 1996)
Rajan Sankaran: The Spirit of Homoepathy (Homoepathic Medical Publishers Bombay 1992)
Neurath M, Lohse A: Checkliste Anamnese und klinische Untersuchung (Thieme Verlag Stuttgart)