Unterdrückung

In der Naturheilkund und besonders in der Homöopathie wird immer wieder vor der Unterdrückung von Krankheitssymptomen gewarnt, um nicht die Heilung zu blockieren. Was ist damit gemeint und warum ist es so ausgesprochen wichtig, Unterdrückungen zu vermeiden?

Schmerzfreiheit durch Unterdrückung
Die Schulmedizin geht davon aus, dass Erreger, Bakterien, „Viren“ etc., in unseren Körper eindringen und eine Erkrankung auslösen, die mit Medikamenten bekämpft werden muss.

Die ganzheitliche Medizin geht davon aus, dass jedem Menschen eine individuelle Kraft innewohnt, die alle seine Teile in harmonischer Weise zusammenarbeiten lässt.

Sie wird bei jeder Behandlung berücksichtigt und erfährt größte Aufmerksamkeit. Krankheit wird als Verstimmung oder Blockierung dieser Lebenskraft gesehen. Die passende homöopathische Arznei wird anhand der gesamten psychischen und körperlichen Situation des Patienten herausgearbeitet und verordnet. Entspannt und erhellt sich durch die Arzneigabe, die seelische Ebene des Patienten, wirkt sich das fördernd auf seine Selbstheilungskräfte aus und die körperlichen Beschwerden können abheilen.

Ein Beispiel für Unterdrückung
Wenn ein Mensch, der unter chronischen Kopfschmerzen leidet, zu einem Schulmediziner in die Praxis geht, wird er mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Schmerzmittel verabreicht bekommen, das die Weiterleitung des Schmerzes von der schmerzenden Stelle an das Gehirn unterdrückt. Das wird ihm bei der Bekämpfung der Kopfschmerzen helfen.

Die zugrunde liegende Problematik und deren Umstände, warum dieser Mensch unter chronischen Kopfschmerzen leidet, wird hier nicht berücksichtigt. Der Praktiker, der mit dem Wissen über die Zusammenhänge zwischen Leib und Seele mit seinen Patienten arbeitet, ist sich bei der Art der oben beschriebenen Behandlungsmethode, bewusst darüber, dass hierdurch eine Verschiebung der Problematik auf eine andere Ebene wahrscheinlich ist.

Das wird im Allgemeinen als Unterdrückung oder Verschiebung bezeichnet

Die Schmerzen sind lediglich betäubt worden und werden wiederscheinen. Unterdrückt man sie über einen längeren Zeitraum wird der Körper eine tieferliegende Ebene heranziehen um sich Ausdruck zu verschaffen.

Der Körper lügt nicht

Er will uns auf etwas Aufmerksam machen. Wenn eins unserer Kinder schreit, gehen wir auch nicht hin und drücken ihm ein Kissen aufs Gesicht!

Ein Beispiel für prozessorientierte Medizin
Nehmen wir den gleichen Menschen, der sich in eine homöopathische Behandlung begibt. Hier wird er in einer ausführlichen Anamnese sowohl zu den Kopfschmerzen als auch zu seinem sonstigen Befinden befragt. Seine gesamte körperliche und psychische Entwicklung wird mit beachtet und bei der Verschreibung der homöopathischen Arznei mitberücksichtigt. Die Befragung geht je nach Chronizität der Erkrankung in die Tiefe der Lebensumstände des Patienten.

Die Klassische Homöopathie behandelt den ganzen Menschen, weil sie den Körper, die Seele und den Geist eines Menschen als untrennbare Einheit sieht.

Ähnliche Arbeitsschritte finden wir bei der Diagnosestellung und Behandlungsvorbereitung bei den Therapien der Chinesischen Medizin und der Energetischen Körperarbeit.

Der Mensch steht im Zentrum und nicht die Krankheit

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