borlabs süti logo

Tiere

Tiere liefern weitere Ausgangssubstanzen für die Herstellung homöopathischer Arzneien. Hierbei kann entweder das ganze Tier, wie bei der Honigbiene Apis millifera oder auch nur ein tierisches Produkt genutzt werden. Dies sind neben den Milcharzneien, wie Hunde- Lac caninum oder Katzenmilch, Lac felinum, auch Arzneien, die aus den Eiern von Vögeln gewonnen werden. Auch aus dem Gift und den Sekreten von einigen Tieren werden homöopathische Arzneien hergestellt. Hier sind besonders die Giftschlangen, etwa das Gift der Buschmeisterschlange Lachesis muta, giftige Insekten und Spinnen, wie das Gift der Kreuzspinne Aranea diadema oder das Sekret Moschus vom Moschushirsch, die Tinte des Tintenfischs (Sepia succus, oder Ambra grisea, das Darmsekret vom Pottwahl, als Quelle zu nennen.

Menschen, die eine tierische Arznei benötigen, erleben häufig sehr starke, heftige Gefühle. Sie stehen mit anderen Menschen in einem energischen Wettbewerb. Sie leiden oft unter heftigen Gefühlen wie Eifersucht, Neid und Konkurrenz. Das grundlegende Gefühl einer tierischen Arznei ist das Gefühl, mit anderen Menschen in einem Wettkampf zu leben. Ihr Leben besteht daraus, sich durchsetzen zu müssen und dem Bestreben, andere Menschen zu dominieren oder dominiert zu werden. Vieles dreht sich um die eigene Attraktivität und Durchsetzungskraft, ihnen wird eine große Bedeutung zu geschrieben.

In der Regel sind Menschen, die eine tierische Arznei benötigen sehr auffällig gekleidet. Sie lieben intensive Farben und genießen es, die Aufmerk-samkeit anderer auf sich zu ziehen. In der Praxis sind sie einfach zu erkennen, weil sie ihre Beschwerden sehr eindrucksvoll und anschaulich vortragen. Wenn sie von ihrem Leben erzählen, berichten sie von vielen intensiven Situationen und ihren heftigen Gefühlen. Auch die Sexualität spielt bei ihnen eine sehr große Rolle. Beschwerden werden bei diesen Menschen häufig durch einen Verlust der Attraktivität oder durch Zurück-weisung ausgelöst.

Obwohl die verschiedenen tierischen Arzneien viel gemeinsam haben, gibt es doch auch große Unterschiede. Während bei homöopathischen Mitteln aus dem Vogelreich ein starkes Bedürfnis nach Freiheit zu finden ist, geht es bei den Schlangenmitteln um Konkurrenz, Misstrauen und Eifersucht. Häufig leiden Menschen, die ein homöopathische Schlangenarznei benötigen, unter dem Gefühl der Dualität. Sie verfügen über eine große Intuition und können nicht selten hellsehen. Homöopathische Spinnenmittel sind sehr ruhelos. Sie können meist viele Dinge gleichzeitig tun und neigen zu Impulsivität.

Es gibt inzwischen sehr viele homöopathische Arzneien aus dem Tierreich. Rajan Sankaran unterscheidet sechs Gruppen und nennt Säugetiere, Insekten, Spinnenartige, Reptilien, Vögel und Mollusken.

Während man als übergeordnete Themen aller Tiermittel den Wettbewerb und das Konkurrenzempfinden zu anderen Menschen erkennen kann, hat jede dieser sechs Gruppen eigene charakteristische Grundthemen. Jede dieser Gruppen ist gekennzeichnet durch ihre eigene Art der Empfindung und der Darstellung. Die spezifische Ausprägung des jeweiligen Grundthemas einer Gruppe aus dem Tierreich, kann zu der angezeigten homöopathischen Arznei führen.

Welche tierischen Arzneien gibt es in der Homöopathie und wann sind sie angezeigt?

endband